10. August 2011

„Agadez, The Music & The Rebellion” (Doku) / Bombino (Konzert)
im Rahmen des Kulturfestes „Die Nächte des Ramadan 2011“

Mit dem Dokumentarfilm Agadez, The Music & The Rebellion setzt sich der Filmemacher Ron Wyman intensiv mit der Kultur der Tuareg auseinander, der auch der Musiker Bombino angehört. Der Film erzählt von Bombinos Flucht während der Tuareg-Rebellion, seinem Exil in Burkina Faso und beleuchtet das Leben der Nomaden der Sahara und die Hintergründe der Rebellion.
Der Blues der Sahara beherrscht seit geraumer Zeit die WorldMusic-Charts. Als Könige des Desert Blues zählen „die blauen Ritter der Wüste“ – die Tuareg, die in ihren Kampf gegen Unterdrückung auch Musik als Waffe einsetzen. Bombino gehört zur zweiten Musikergeneration und zählt zu den besten Gitarristen und Songwritern Afrikas, sein Konzert ist im Anschluss an den Film.

Einlass 18.00, Beginn Film 19.00, Konzert 20.30 // Museum für Islamische Kunst, Berlin

8. August 2011

FrIKK Festival
8. bis 17. August 2011

10 Tage Bühnenmarathon. Die Veranstalter verfolgen das Ziel „eine auslesefreie und kostenlose Plattform für freie Künstler aus allen Sparten zu schaffen, die einem breiten Publikum aller sozialen Schichten, durch eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Preispolitik, zugänglich gemacht wird.“ Interessant finde ich dabei, ob sich mit dem Wissen, dass es keine Auswahljury gibt, die eigene Wahrnehmung und das Urteilsvermögen verschiebt? Was ist empfindet man als Kunst, was als Trash.

Ab 16.00 // Bethanien (Südflügel), Berlin

6. August 2011

Deutsch-Afrikanisches Kulturfest 2011

Zum dritten Mal organisiert das Gesundheitshilfeprojekt Deutsch-Togoischer Freundeskreis das Deutsch-Afrikanische Kulturfest am Leopoldplatz im Wedding,
was sich in den letzen Jahren zum Zentrum der afrikanischen Community in Berlin entwickelt hat. Gleichzeitig erinnern hier auch viele Straßen an die koloniale Vergangenheit Deutschlands – kontrovers, da unter anderen auch der ein oder andere an der gewaltsamen Verbreitung aktiv beteiligte Kolonialpionier geehrt wird und die Diskussion über Unbennungen schon lange hier zu verhärteten Positionen geführt haben.
Beruhigend, dass diese Faktoren keinen Einfluss auf die multikulturellen Vorhaben im Bezirk nehmen, sondern Förderung und Zuspruch erhalten.
Seit gestern treten auf der Müllerstrasse verschiedene Musiker und Künstler auf, um einen Ausschnitt afrikanischer Kultur zu präsentieren. Ruffin Nkoy Loola z.B. steht in der musikalischen Tradition Kinshasas (Papa Wemba), siehe zur Musikszene im Kongo auch beatview vom 25. Mai 2011. Roots Amamomo sind fünf Musiker aus Ghana, JuJu Dance verspricht eine farbenfrohe Show zu liefern. Das Fest findet morgen mit dem International Revival Gospel Chor seinen Ausklang. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter dieses Wochenende allgemein mitspielt.

Ab 10.00 // Müllerstraße/Leopoldplatz, Berlin

30. Juli 2011

K.C. McKanzie
Konzert

„Es regnet und wieder nichts getan, nur wieder wie im Wahn ein Luftschloß aufgebaut.“ (Element of Crime)

Wenn der Regen nicht aufhören möchte, dann halt nicht. Wetterfeste Schuhe an, Regenschirm und raus, denn die Luft ist rein und frisch – bestens für eine gesunde Melancholie und Musik im Freien.
Auf dem Vegan-Vegetarischen Sommerfest wird seit 10.00 neben kulinarischer Vielfalt und zahlreichen Infoständen ein abwechslungsreiches Musikprogramm geboten. Gegen 16.00 lohnt sich besonders ein Spaziergang über den Alex – denn dann tritt die Songwriterin K.C. McKanzie mit ihrem Kompagnon Budi auf.
Kontrabass, Gitarre, Banjo, Hammer und Stein, Maultrommel, Schlagzeug und eine angezerrte 50er Sperrholz Gitarre – zu Zweit erschaffen sie einen minimalistischen Sound „Fernab von schnöder Folklore, nah an britischem Folk und Bluegrass.“(Rolling Stone) und die AZ schreibt: „Strahlende Düsterkeit, leichter Schwermut, zwischen Trauer und Lachen, […] die Musik bleibt immer einzigartig leicht.“ Ein guter Grund dem Regen zu trotzen.
Ansonsten kann man sich bis 21.00 von der vegan/vegetarischen Küche inspirieren lassen – sicherlich werden im Durchschnitt zwei Menschen im Freundes- und Bekanntenkreis dafür dankbar sein – wie zum Beispiel meine Bekannte, die heute einen Stand betreut.

16.00-17.00 // Vegan-Vegetarisches Sommerfest – Alexanderplatz, Berlin

28. Juli 2011

kulturbeat meldet sich von der Wanderschaft zurück. Passend – denn es ist wieder Zeit für die ‚old fashioned sounds‘ in der Jansen Bar.
Von Beat, Garage, Surfrock über Rock’n’Roll, Country, Blues, Northern Soul zu Easy Listening schlägt das Beatgirl from Bacharach seit einigen Monaten hier musikalische Brücken zwischen älteren und neueren Dekaden.
Das Wetter schreit geradezu nach: „Wir wollen tanzen, singen, lachen und Euch allen Freude machen. Wir haben Musik im Blut, drum geht’s uns gut.“ (Peter Alexander)
Ob das Beatgirl from Bacharach den Regen vertreiben kann – erträglich macht sie ihn auf jeden Fall. In diesem Sinne – The Beat goes on.

21.00 // Jansen Bar, Berlin