6. August 2011

Deutsch-Afrikanisches Kulturfest 2011

Zum dritten Mal organisiert das Gesundheitshilfeprojekt Deutsch-Togoischer Freundeskreis das Deutsch-Afrikanische Kulturfest am Leopoldplatz im Wedding,
was sich in den letzen Jahren zum Zentrum der afrikanischen Community in Berlin entwickelt hat. Gleichzeitig erinnern hier auch viele Straßen an die koloniale Vergangenheit Deutschlands – kontrovers, da unter anderen auch der ein oder andere an der gewaltsamen Verbreitung aktiv beteiligte Kolonialpionier geehrt wird und die Diskussion über Unbennungen schon lange hier zu verhärteten Positionen geführt haben.
Beruhigend, dass diese Faktoren keinen Einfluss auf die multikulturellen Vorhaben im Bezirk nehmen, sondern Förderung und Zuspruch erhalten.
Seit gestern treten auf der Müllerstrasse verschiedene Musiker und Künstler auf, um einen Ausschnitt afrikanischer Kultur zu präsentieren. Ruffin Nkoy Loola z.B. steht in der musikalischen Tradition Kinshasas (Papa Wemba), siehe zur Musikszene im Kongo auch beatview vom 25. Mai 2011. Roots Amamomo sind fünf Musiker aus Ghana, JuJu Dance verspricht eine farbenfrohe Show zu liefern. Das Fest findet morgen mit dem International Revival Gospel Chor seinen Ausklang. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter dieses Wochenende allgemein mitspielt.

Ab 10.00 // Müllerstraße/Leopoldplatz, Berlin

5. August 2011

DER GETEILTE BAHNHOF
Friedrichstrasse – Grenzbahnhof und West-Berliner Exklave
Installation 5. bis 15. August 2011

Durch den Bau der Mauer entstand an den Bahnhöfen, die zu einer verkehrtechnischen Verbindung von Ost- nach West wurden, ein Labyrinth von Übergängen, Spionagepassagen und Absperrungen. Der S-, U- und Fernbahnhof Berlin-Friedrichstraße war dabei die wichtigste Grenzübergangsstelle zwischen Ost- und West-Berlin. Der im Volksmund aufgrund der vielen Abschiede benannte Tränenpalast wurde 1962 dafür eigens als Abfertigungsgebäude errichtet.
Die heutige Installations-Schau ist der Auftakt für die ständige Ausstellung zum Thema „Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen“ im denkmalgeschützten Tränenpalast, die im September eröffnet wird.
Am 13.-14. August wird zusätzlich mit Theaterszenen in den Ladenpassagen die damalige Situation nachzeichnet, als am 13. August 1961 die Durchsage erklang, das ein Weiterfahren nicht mehr möglich sei.

Open end // Bahnhof Friedrichstrasse, Berlin

4. August 2011

4. Internationales Straßentheater Festival auf dem Alexanderplatz
04. bis 14. August 2011

Straßentheater ist neben dem Weihnachstmärchenbesuch mit der Schulklasse vermutlich eines der ersten und vielleicht auch prägendsten Theatererlebnisse, die man als Kind hat.
Das Programm, das das Berlin lacht!– Team auf die Bein gestellt hat, verspricht Vielfalt: „Hochleistungsartistik, Körperkünste, Pantomime, Clownerie, Jonglage und Feuerperformances sind nur einige der zahlreichen Facetten, die Euch hier erwarten.“

16.00 // Alexanderplatz, Berlin

3. August 2011

METTE TRONVOLL  Auf Augenhöhe
26. Juni 2011 bis 28. August 2011

Die Künstlerin hat Ende der 90er ihr Atelier verlassen, um Menschen zu portraitieren, deren Lebensraum sich am Rande der Zivilisation befindet. Jemanden auf Augenhöhe begegnen bedeutet, einen Menschen als Mensch wahrzunehmen und die jeweiligen Grenzen zu achten.
Für einige der Fotografierten war der Umstand im Zentrum des Interesses zu stehen ungewohnt, mit Geduld und Offenheit sei Tronvoll ihnen begegnet und habe so ihr Vertrauen gewonnen. Zeit ist relativ und kann viel bewirken. In Mette Tronvolls Fall sind dadurch mitunter wunderbare Aufnahmen entstanden.

Dienstag bis Sonntag 11.00-18.00 // Haus am Waldsee, Berlin

2. August 2011

MEXIKO TRIFFT BERLIN
23. Juli – 3. September 2011

Bei dem diesjährigen Sommerfest mit internationaler Kunst der Emerson Gallery steht Mexiko im Fokus – ein Land, das sich im Ausnahmezustand befindet, seit Präsident Felipe Calderón den Drogenbanden den Krieg erklärt hat: „Die Künstler setzen sich mit den aktuellen Ereignissen in ganz verschiedenen künstlerischen Medien und Genres auseinander. Malerei, Collagen, Video und Fotografie sind genauso in der Ausstellung vertreten wie Installationen und Klangkunst. Einige der Arbeiten evozieren unmittelbar Bezüge zu dem umgreifenden Drogenkrieg.
[…] Die Ausstellung vermittelt insgesamt den Eindruck einer Gesellschaft, die sich im Wandel, ja im radikalen Umbruch befindet, mit all seinen dadurch ausgelösten Gefühlen wie Angst, Wut und Zweifel, aber auch durch die etwas zarter durchscheinenden Hoffnungen.“

Dienstag bis Freitag 14.00-19.00, Samstag 12.00-16.00 // Emerson Gallery, Berlin