14. März 2011

Zur Woche der Brüderlichkeit:
„So wahr ich lebe“ Claude Vignée.
Schriftsteller, Elsässer, Jude.
Verleger Peter Moses-Krause erinnert an den jüdisch elsässischen Schriftsteller Claude Vignée. Es wird sicherlich ein besonderer Abend, wie ich es schon ein paar Mal in diesem besonderen Veranstaltungsort erlebt habe. Keine aufsehenserregenden Events – kleine, feine Lesungen und Ausstellungen finden hier statt. Früher tatsächlich in einem Keller ansässig, befindet sich heute der Buchhändlerkeller in schönen bohémeversprühenden Räumen. Einer der Hausherren leitet die Veranstaltungen mit klugen und witzigen Reden ein. Allein das ist ein Erlebnis. Der Buchhändlerkeller war nie ein Geschäft, in dem Bücher verkauft wurden, sondern immer ein Ort, in dem Literatur in ihrer gesamten Bandbreite dargeboten wird. Die stolze Liste der Autoren, die dieses Juwel in Charlottenburg beehrt haben, entnimmt man der Homepage.
20:30 // Buchhändlerkeller, Berlin

13. März 2011

PoesieFrühling.
Von 7. bis 21. März findet an verschiedenen Orten in Berlin der PoesieFrühling
statt, der sich an dem Poesiefest und der Initiative Printemps des Poètes
in Frankreich, orientiert. Bei der heutigen Aktion beschäftigt sich Denise Ki in
„Archéologie d’un Tiramisu“ mit der literarischen Bedeutung des Tiramisu, den
sie schließlich auch zur Verköstigung anbieten wird. Eröffnet wird der Abend mit Klavierstücken von Marie-Elsa Drelon, den Abschluss macht das poetische
Dominospiel von Martine Saurel.
20.00 // Atelier für Kontrabass, Glogauer Straße 6/2. HH-1.OG rechts, Berlin

12. März 2011

FREISCHWIMMER 2011
Neues aus Theater, Performance und Live Art. Rückzug ins Öffentliche.
Sieben internationale Performance- und Theaterprojekte präsentieren
sich seit 10. bis 19. März in den Sophiensaelen.
Ich finde keine eigenen treffenden Worte dafür mit was die Zuschauer
diese Tage konfrontiert werden – also zitiere ich die Veranstalter:

„Die sieben internationalen Performance- und Theaterprojekte des Festivals begegnen den drohenden Gefühlen wachsender persönlicher und gesellschaftlicher Indifferenz mit exemplarischen Landgewinnungsversuchen, indem sie die kuschelige Wohlfühlatmosphäre lokaler Netzwerke mit der physischen Präsenz theatraler Konfrontation verbinden. Freischwimmer 2011 macht damit die verlockend-diffuse Grenzenlosigkeit des Theaters zum Schauplatz für aktuelle Konturenbildung.“ (Quelle)

Ich denke, es wird Spannendes zu sehen geben.
ab 18.30 // Sophiensaele, Berlin

11. März 2011

DIE STÜHLE
Ein Klassiker des Absurden Theaters präsentiert von blanco y negro.
Die Uraufführung des Stückes im Jahr 1952 ist unter erschwerten Bedingungen zustande gekommen. Es fand sich kein Theater – zu groß sei das Risiko, die Zuschauer mit einem Spiel im Spiel zu konfrontieren. Die Schauspieler mieteten also selbst einen ungenutzten Saal an, was sich finanziell nicht trug. Oft waren die leeren Stühle im Zuschauerraum ein Abbild des Bühnenbildes. Heute gehört es zu den bedeutendsten Stücken des Absurden Theaters. Eine Aufführung in einem Theaterraum mit dem wohlklingenden Namen „Verlängertes Wohnzimmer“ wirkt vielversprechend.
20.00 // Theater „Verlängertes Wohnzimmer“ in der Frankfurter Allee 91, Berlin

10. März 2011

DIAGNOSE JAZZ – AUGUST ZIRNER UND DAS SPARDOSEN-TERZETT
Der Grimmepreisträger mit der tiefen Stimme und die laut Thomas Quasthoff „grösste kleine Kapelle der Republik“ erzählen Geschichten aus dem Leben der drei Jazzlegenden Thelonious Monk, Charles Mingus und Rahsaan Roland Kirk. Wie es so ist – Genialität und Wahnsinn liegen nah beieinander, deshalb sind neben amüsanten
Episoden auch tragische zu erwarten.
10.-12. März jeweils 20.00, am 13. März um 19.00 // Bar jeder Vernunft, Berlin