YOU ARE HERE – DRIES VERHOEVEN
Eine Installative Performance im Gasometer Schöneberg.
Der niederländische Bühnenbildner und Regisseur Dries Verhoeven hat in das Gasometer ein temporäres Hotel gebaut, bestehend aus 40 Zimmern. Der Zuschauer ist gleichzeitig Hotelbesucher – bekommt ein eigenes Zimmer zugeteilt, in dem er eine Stunde verweilen darf, nach und nach wird er vom Leben auf der anderen Seite erfahren. „ 80 Zentimeter. Das kann der Abstand zwischen zwei Menschen sein, wenn sie sich unterhalten, wenn sie sich in der U-Bahn oder auf der Straße begegnen oder die Distanz zu einem Nachbarn, der nur durch eine Wand getrennt nebenan wohnt. Das Erstaunen darüber, 80 Zentimeter von einer Nachbarin entfernt zu leben, tagtäglich fast alles von ihr mitzubekommen und sie doch nicht im geringsten zu kennen“, war die Motivation für diese Theaterarbeit. Nach Dein Reich Komme und Niemandsland, einem Stadtspaziergang mit Berliner Migranten durch Schöneberg ist dies die dritte Arbeit von Verhoeven in Berlin.
Karten gibt es im Vorverkauf an der Tageskasse des kooperierenden HAU.
Die Premiere heute und alle weiteren täglichen Termine bis 27. Mai und 30. Mai bis 2. Juni jeweils um 19.00, 21.00 und 23.00 // Gasometer Schöneberg, Berlin
Archiv des Autors: kulturbeat
22. Mai 2011
MAJA & FRIENDS
Salonkultur.
Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Salonkultur in Deutschland heimisch und erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit. Die Salons waren im Laufe der Zeit unterschiedlich strukturiert und hatten abweichende Beweggründe – manche waren politisch motiviert, andere basierten auf Geselligkeit, in der Biedermeierzeit war das Hauptanliegen die Förderung junger Talente. Alle hatten gemeinsam, dass sie von einer starken weiblichen Persönlichkeit initiiert wurden. Weiterlesen
21. Mai 2011
GROUNDATION
Kalifornischer Rootsreggae.
Die Sonne scheint über Berlin, der Regen hat sich verzogen, beste Laune für ein Reggaekonzert der besonderen Art. Der Name der Band spiegelt ihre Grundeinstellung wider – den Umgang der Menschen miteinander ohne Hierarchien oder Klassenunterschiede – der Wunsch auf einer gemeinsamen Ebene miteinander zu reden und voneinander zu lernen – Each One Teach One. Der Musikstil setzt sich mit Elementen aus Jazz und Dub zu einem „höchst anspruchsvollen Rootssound“ zusammen, „der durch die Stimme des charismatischen Frontmanns Harrison Stafford einen zu 100 Prozent unverwechselbaren Charakter hat.“ Vorher nochmal richtig die Sonne auftanken.
Einlass 20.00 // C-Club, Berlin
Danke Emil Berliner.
Heute ist der 160. Jahrestag des Erfinders der Schallplatte und des Grammophons.
20. Mai 2011
BERLINER ECKKNEIPEN – 25 WOHNZIMMER / KNEIPENGEFLÜSTER
Fotoausstellung und Lesung.
Das Wort Kneipe ist eine Verkürzung des Begriffs Kneipschenke, die es bereits im 18. Jahrhundert gab. Die Räumlichkeiten waren so eng, dass sich die Gäste regelrecht zusammendrücken mussten – „knipen“ lautet das im Mittelhochdeutschen. Das gesellige Trinken auf engen Raum gibt es trotz weitläufiger Bars und Lounges weiterhin, denn schließlich ist Alkohol in erster Linie das verbindende Element, weshalb Menschen sich nach gewissen Pegel nicht mehr darum scheren, wer neben einem steht und zutextet. Weiterlesen