Musik zum Sonntag mit ‚Soul Checked‘ von AHI:
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Topographien des Flüchtigen
Topographies of the Ephemeral
Internationale Tagung des Sonderforschungsbereichs 626
Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste:
Spätestens seit der Moderne sind das Flüchtige und das Ephemere ein wichtiger Topos in den Künsten und der Philosophie. Insbesondere der Tanz wird häufig als flüchtigste aller Kunstformen beschrieben. Wodurch unterscheidet sich seine Prozessualität von der anderer performativer Künste? Und wie ließe sich das Flüchtige topographieren, das sich als Gegenstand doch immer wieder zu entziehen scheint? Inwieweit korrespondiert die (kin-)ästhetische Erfahrung des Flüchtigen mit einer Flüchtigkeit ästhetischer Erfahrung?
Die Tagung widmet sich diesen (A-)Topographien des Flüchtigen. In Beiträgen aus unterschiedlichen Disziplinen sollen nicht nur Fragen einer Flüchtigkeit des Tanzes diskutiert werden. Vielmehr stehen auch jene flüchtigen Raumprozesse im Fokus, die durch choreographische Verfahren des Anordnens in unterschiedlichen Zusammenhängen erzeugt werden, so beispielsweise auch in Ausstellungen, Architekturen und sozialen Kontexten.
(Kurzbeschreibung des Veranstalters)
Informationen auch hier
Programm // Uferstudios, Berlin
„Ich war zwanzig Jahre alt und bestieg den Bus. Ich trug meine Jeans, einen schwarzen Rollkragenpulli und den alten grauen Regenmantel, den ich in Camden gekauft hatte. Mein gelb-rot kariertes Köfferchen enthielt einige Zeichenstifte, ein Notizbuch, Rimbauds ‚Illuminationen‘, ein paar Kleidungsstücke und Bilder von meinen Geschwistern. Heute war Montag. Ich war an einem Montag geboren. Ein guter Tag, um in New York einzutreffen…“
So beginnt die abenteuerliche Geschichte von Patti, dem Landei aus New Jersey, das mit 20 Jahren vor den Schweinefarmen und Square-Dance-Scheunen ihrer Kindheit flieht, um mitten im „Summer of Love“ von 1967 in New York ein neues Leben zu beginnen. Auf ihrer Suche nach einem Unterschlupf in der Metropole lernt sie den gleichaltrigen Robert kennen, einen hübschen Hippie in Schaffellweste und Birkenstock-Sandalen, der ebenfalls dabei ist, sich selbst zu finden. Die beiden verbindet der gemeinsame Traum vom Leben als Künstler, aber auch eine unbewältigte Vergangenheit. Es beginnt die rasante Entwicklung der beiden vom frischverliebten Hippiepärchen aus der Provinz, das um ein Haar in der Gosse endet, zum coolen Künstler-Duo, das mit seinem androgynen Look und aggressiven Auftreten die Szene aufmischt und künstlerisch das kommende Jahrzehnt einläutet.
20.00 // Figurentheater Grashüpfer, Berlin
IN DER GUTEN STUBE
In der “guten Stube” eines alten Mietshauses ist die Hölle los. Die Hölle? Das sind nach wie vor die anderen. Jedenfalls in der Erinnerung eines Jungen, der während der 80er Jahre – der „Nineteen Haties“ – bei seinem Vater lebt, von seiner Stiefmutter misshandelt und zwei alten Damen verhätschelt wird, bis ihm ein Indie-Musik hörendes Mädchen die Tore zum Paradies zu öffnen scheint. Aber kann der Junge die Schwelle dahin übertreten?
Tobias Schwartz’ Stück thematisiert den subjektiven Blick auf das Vergangene, der die eigene Identität formt und Geschichte entstehen lässt. Anne Schneider, Publikumspreisgewinnerin beim 100-Grad-Festival Berlin 2012, besorgt die Uraufführung am Theater unterm Dach.
jeweils 20.00 // theater unterm dach, Berlin