13. April 2011

BLOODY MONDAYS AND STRAWBERRY PIES
Dokumentarfilm über Langeweile.
Rastlos und vergnügungssüchtig – Schlagworte, oftmals angewendet auf unsere moderne Gesellschaft. Der Begriff Langweile ist da nicht gut aufgehoben, wenn man ständig auf Achse ist. Dabei wenn man den Begriff als solches betrachtet – heißt ja Langeweile – lange Weile zu haben – also über freie Zeit verfügen zu können, die man rein auf sich konzentrieren könnte. „Der Dokumentarfilm der niederländischen Filmemacherin Coco Schrijber interpretiert Langeweile nicht als Manko und leidvolles Verharren, sondern als sinnstiftend und ausfüllend, denn erst die Langeweile, so Schrijber, könne die nötige Distanz zum Leben hervorbringen und den Sinn für das Wesentliche schärfen. Langeweile als letzte Bastion vor dem Nichts, aus dem wir kommen. Ein Zustand, der – egal ob positiv oder negativ erlebt – die Menschen zur Klarsicht zwingt. Die Protagonisten des Dokumentarfilms sind ein 30-jähriger Wall-Street-Trader, ein marokkanischer Fremdenführer aus der Sahara, eine bedeutende Spionin des Zweiten Weltkriegs, ein Maler, der die Zeit darstellen will, und eine junge dänische Arbeiterin, die den Zwängen in einer Süßwarenfabrik singend entflieht.“
03.10 // ARTE

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