29. September 2011

Unter Schnee
Ein Film von Ulrike Ottinger

„Ausgelöst wurde mein Interesse durch ein japanisches Buch, das im letzten Jahrhundert Furore machte, und das die Lebensbedigungen der Menschen im Schneeland beschrieb, an denen sich bis heute kaum etwas verändert hat.“ (Ulrike Ottinger)
Bokushi Sukzuki hat in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Buch „Schneeland Symphonie“ verfasst – ein Reisebericht durch das japanische Echigo angereichert mit Mythen und Legenden. Bis in den Mai hinein liegt dort meterhoch der Schnee. Seit Jahrhunderten haben sich die Menschen dieser Gegebenheit angepasst.
Der Dramaturgie des Filmes liegt das Buch zugrunde. Regisseurin Ottinger taucht in den Alltag der Bewohner und hält ihre besonderen Bräuche und Rituale fest. Zwei Kabuki-Spieler werden von einer Füchsin verführt und begeben sich auf die Reise in die Vergangenheit der Edo-Zeit und treffen in der Gegenwart auf Tempelkinder, eine Weberin und andere Bewohner der Schneelandschaft.
Ein ruhiger und schöner Film, der einen intimen Blick in eine ferne Welt erlaubt, ohne sie zu entzaubern.
Im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen wurde die Welturaufführung des Filmes im Haus der Kulturen der Welt gezeigt – hier ist bis 30. Oktober die Ausstellung „Floating Food“ von Ottinger zu sehen – eine Collage ihres künstlerischen Schaffens der letzten 40 Jahre.
Der Film läuft zur Zeit unter anderem im Eiszeit-Kino, einem charmanten Hinterhof-Kino in Kreuzberg.

Donnerstag bis Mittwoch 18.00 // Eiszeit Kino, Berlin

2 Gedanken zu „29. September 2011

  1. …so ein poetischer Film mit Einblick in fremde Welten, Zeiten und Bräuche. Und wenn man dann noch mit der richtigen Person im Kino ist :)… Tausend Arten von Schnee… Und Schwarz ist die beste Farbe, denn sie löscht das Vergangene.

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