2. Juni 2011

ÜBER DIE DUMMHEIT IN DER MUSIK.
Vortrag im Rahmen von crescendo2011.

Der Komponist und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Fladt beschäftigt sich mit der Frage ‚Wie kann Dummheit in der Musik definiert werden?’ Die stündliche Dummheit der Musik in den Medien, die tägliche Dummheit im Musikleben, Dummheiten in der Interpretation von Musik oder kompositorische Dummheiten. Abgerundet wird der Abend mit satirischen und ernsthaften Anmerkungen zu ‚Unterhaltungs’-Genres: Wie tümlich ist das Volk? Sind die Genres ‚Volkstümliche Musikanten’ und ‚Schlager’ per se dumm?“
Ich liebe Musik in ihrer Vielfalt, trotzdem nicht beliebig. Mal ist es die gesamte Melodie, mal eine Mundharmonika oder eine Trompete, mal der Text – im Besten Falle Melodie und Text zusammen. Ich würde Dummheit nie am musikalischen Schwierigkeitsgrad messen. Die intelligentesten Menschen können sich von einfachen Beats angesprochen, berührt fühlen. Musik ist ein Gefühl. Deshalb ist man auch schnell mal in der Defensive, wenn das Lieblingslied nicht so dolle empfunden wird. Dabei geht es um individuellen Geschmack. Trotz allem muss man das trennen. Auch wenn ich Element of Crime immer wieder jedem ans Herz lege, wenn’s einen halt nicht berührt – musikalisch, dann ist das halt so. Dummheit in der Musik kann es daher für mich nur in den Inhalten, in den Texten geben. Wenn Dummes und Gefährliches in Worten verbreitet wird, dann sollte man darüber streiten, denn da ist die Reflexionsgabe entscheidend. Das gilt für alle Künste und für die Medien.
Begleitet wird Fladt von Hardy Rittner am Klavier, Echo-Preisträger für „Solistische Einspielung des Jahres Klavier (20./21. Jahrhundert) von 2010.

Beginn 19.30 // UdK Konzertsaal Bundesallee, Berlin

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